meine neue kamera: holzkiste mit loch

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in meinem Jahr der analogen fotografie 2019 möchte ich eine ursprüngliche art zu fotografieren testen: mit der lochkamera (pinhole photography). seit ein paar tagen habe ich eine zeroimage 2000: eine sehr schön verarbeitete kleine holzkiste mit messingknöpfen und einem 0.2 mm loch für die erzeugung des bildes. auf 120 mm film macht sie Bilder von ca. 6×6 cm. der schieber auf der vorderseite ist der verschluss.

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am letzten mittwoch habe ich einen kodak t-max 100 eingelegt (hat beim ersten mal ziemlich lange gedauert), das stativ eingepackt und dann eine tour durch aarau gemacht. kurz vorher habe ich mir noch die app pinhole master auf‘s iphone geladen, um die belichtungszeit bei blende 138 zu bestimmen und den schwarzschildeffekt bei langen belichtungszeiten berücksichtigen (daten von hier: link, don kirby tabelle). am mittwoch war es sonnig und daher die belichtungszeit bei den meisten bildern kurze 1 sekunde. zum schluss habe ich noch einen parkbaum im franckegut park in aarau fotografiert mit einer belichtungszeit von 6 minuten. die pinhole master app hat alle zeiten einwandfrei bestimmt. 

nach 12 fotos stieg die spannung während ich den film in der küche entwickelt habe … und es hat funktioniert . eines der ersten fotos ist das beitragsbild ganz oben, mit 6 minuten belichtungszeit. 

scannen war wie immer ein kampf mit dem staub. die fotos sind gut belichtet. die schärfe ist – glaube ich – lochkamera-typisch: nie ganz scharf, aber doch von vorn bis hinten etwa gleich; bestimmte, eher nahe objekte erscheinen mir etwas schärfer als andere. ich fand die theorie zur Lochkamera, geometrie, physik noch spannend (siehe wikipedia) – hat mich an den physikunterricht erinnert.

fazit: das war ein guter start und mehr folgt bald.