analog zwanzigneunzehn - zwischenbericht

nach 3 monaten analogfotografie wird es zeit für einen kleinen zwischenbericht. 

das fotografieren selbst macht mir viel spass: die alten kameras, die haptik, die geräusche, filmtransport, film einlegen, alles tiptop. am meisten habe ich die leica r 6.2 mit dem summicron 50mm benutzt: schöne kamera; fokussieren mit dem spiegelreflexsucher und dem schnittbild und mikroprismenraster funktioniert schnell und gut; die kamera ist klein und handlich. auch die „arbeit“ mit der lochkamera zeroimage 2000 und mit der hasselblad 500c/m gefällt mir gut. 

nummer 11 - leica R, summicron 35mm

nummer 11 - leica R, summicron 35mm

fazit: das fotografieren selbst ist ein klares plus für analog.

nun zum entwickeln: schwarzweiss habe ich selbst entwickelt; hat alles gut funktioniert mit wechselsack, entwicklerdose von jobo und chemikalien von ars imago; das wäre aber für sich alleine kein pro argument. die chemikalien müssen entsorgt werden: das zählt auf der negativen seite. farbnegativfilme habe ich entwickeln lassen; das war meistens in ordnung.

fazit für entwickeln: neutral

vergössern: ich habe bei ars imago in zürich einen samstagsworkshop schwarzweiss vergrössern gemacht: das hat spass gemacht, aber ohne eigene dunkelkammer wäre das für mich nicht zu machen. fazit: egal

dann bleibt nur die digitale weiterverarbeitung übrig, d.h. scannen und drucken.

scannen: ich habe den epson perfection v850 pro mit der epson scan software und mit silverfast ausprobiert: die scan qualität ist grundsätzlich sehr gut für meine zwecke. die epson negativhalter sind schlecht: durch die glasabdeckung ist staub ein riesenproblem: an jeder zusätzlichen oberfläche bleibt wieder zusätzlicher staub hängen -> dann habe ich das glas entfernt: bei kleinbild klappt das recht gut, aber bei mittelformat ist die wölbung der negative zu gross und die schärfe der scans leidet. ich habe dann von den negativhaltern von betterscanning.com gelesen und die bestellt: funktioniert viel besser als die epson halter, auch bei mittelformat. staub ist dadurch deutlich weniger, aber immer noch da und macht arbeit beim nachbearbeiten. die epson scan software ist meines erachtens veraltet und mühsam zu bedienen. dann habe ich silverfast eingesetzt: das ist schon besser, aber irgendwie auch nicht auf der höhe der zeit. vielleicht habe ich das silverfast auch nicht richtig bedient; mag sein, aber bei der schlechten dokumentation wäre das kein wunder; wird wohl zu wenig nachgefragt? kürzlich hatte der durchlichtscan mit silverfast plötzlich nicht mehr funktioniert, alles schwarz mit bunten streifen, das licht von oben funktionierte; keine erklärung im internet gefunden; epson scan software wieder  installiert - jetzt ging es wieder; wieder silverfast verwendet - geht auch wieder; sehr seltsam.

fazit: scannen ist klar auf der minus seite.

nachbearbeiten mit lightroom und drucken ist eigentlich wie bei digital und daher gibt das eine neutrale bewertung.

in der summe wäre das fazit also neutral.

so schnell gebe ich aber noch nicht auf. 

ich werde jetzt das entwickeln und scannen in professionelle hände geben: schatzmann in aarau und qwerder art in zürich - und mich auf das fokussieren, was mir am meisten spass macht. ich lasse mir erstmal rohscans mit geringer auflösung machen und werde dann von den guten fotos selbst hochaufgelöste scans erstellen zum drucken. mal sehen .....

nachtfahrt - lochkamera auf dem armaturenbrett

nachtfahrt - lochkamera auf dem armaturenbrett